Finanzielle Absicherung als Freiberufler in Zeiten der Corona-Krise

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise müssen Freiberufler und Selbständige um ihre Existenzen fürchten. Wie derzeit eine finanzielle Absicherung (Stand 18.03.2020) möglich ist, möchte ich euch im Folgenden anhand von fünf Punkten, nach meinen Recherchen gerne darlegen.

  1. Künstlersozialkasse

Ihr könnt euren monatlichen Beitrag mit Hilfe eines Formulars entsprechend eures Einkommens herabsetzen, so dass euer monatlicher Beitrag sinkt. Das Formular wird online ausgefüllt und per Email an auskunft@kuenstlersozialkasse.de versendet. Vordrucke und Formulare der KSK.

2. Freiwillig gesetzlich versichert

Solltet ihr freiwillig gesetzlich versichert sein, dann informiert euch umgehend bei eurer Krankenkasse. Auch hier kann man sein Einkommen anpassen und der Beitrag wird umgehend entsprechend angepasst. Das Formular erhaltet ihr online oder per Mail über eure jeweilige zuständige Versicherung. Solltet ihr eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, übernimmt die Bundesagentur für Arbeit bei Beantragung von ALG II den Basistarif.

3. Steuerberater / Finanzamt

Informiert euch bei eurem Steuerberater oder dem zuständigen Finanzamt, wie es derzeit um die Zahlung eurer Einkommenssteuervorauszahlung steht. Es besteht die Möglichkeit, in Form eines Dreizeilers, das Finanzamt um Aufschub der Zahlung zu bitten.

4. ALG II

Ihr könnt als Freiberufler / Selbständiger Arbeitslosengeld II bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen. Es gibt einen Regelsatz i.H.v. 432 Euro monatlich, sowie die Kostenübernahme für Unterkunft & Heizkosten. Der Antrag wird derzeit online ausgefüllt und versendet. Zusätzlich muss man sich telefonisch arbeitslos melden. Die Meldung erfolgt über eine aktuell zusätzlich eingeführte Rufnummer des jeweiligen Jobcenters. Auf der Startseite der Homepage der Bundesagentur für Arbeit könnt ihr in einem PLZ-Suchfeld eure Dienststelle ausfindig machen. Der Antrag ist hier zu finden: Hauptantrag.

5. KfW – Förderkredite

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau stellt derzeit in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Hausbanken Kredite zu einem sehr geringen Zinssatz zur Verfügung. Nicht jede Bank nimmt an diesem Programm teil. Meine Bank ist die N26 und hat eine Zusammenarbeit mit der KfW abgelehnt. Hier ist es zwingend notwendig, sich mit seiner Hausbank auseinander zu setzen. Als “Nichtkunde” einer Bank, die dieses Förderprogramm zur Verfügung stellt, wird man derzeit erst einmal auf eine Warteliste gesetzt. Nähere Informationen zu den einzelnen Programmen findet ihr auch auf der Website: KfW-Corona-Hilfe.

1 Kommentar

  1. Martina Schramm
    23. März 2020 / 21:35

    Du bist immer so fleißig und immer bereit dein Wissen mit anderen zu teilen.
    Ich liebe dich so sehr.
    Mama

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