Über das Laufen und wie wir alles schaffen können!

Schuhe binden, Musik auf die Ohren und raus auf die Straßen. Klingt erstmal einfach – ist es auch, braucht aber ein wenig Spucke und Geduld (wie meine Oma jetzt sagen würde). Für viele bietet das Laufen eine willkommene Abwechslung zum Büroalltag, andere können ihr Gedankenkarussel ordnen. Ziele, wie ein Halbmarathon, halten die Motivation aufrecht. Ich liebe es laufen zu gehen, allerdings am liebsten dann wenn ich es möchte und nicht muss. Das ist ein gravierender Unterschied, der sich allerdings einzig und allein im Kopf abspielt.

Wie also schafft man es, ohne wenn und aber, in die Laufschuhe? 

Zuallererst ist es, im übrigen in jeder Lebenslage, wichtig sich Ziele zu stecken. Wochenziele, Zeitziele oder realistische Entfernungen. Solltet ihr diese Ziele nicht auf Anhieb erreichen ist das human und sollte euch nicht dazu verleiten aufzugeben. Im Gegenteil, es sollte euch dazu motivieren weiter dran zu bleiben.

Was glaubt ihr, wie ich zu Beginn meiner Lebensumstellung nach bereits 4 km geschnaubt habe. Alle anderen Läufer sind an mir vorbeigezogen und ich stand mit hochrotem Kopf, schwitzend und außer Atem vor einer riesen Herausforderung.

Woche für Woche habe ich mich gesteigert. Dann kam der Wunsch, ein neues Ziel, den Halbmarathon zu laufen. Das Gedankenkarussel wurde ab diesem Zeitpunkt, bei jedem Lauf, schneller und schneller. “Ich schaffe das nicht – ich werde versagen – die Leute werden mich auslachen” – Halt! Was hat es mir gebracht? Nichts. Was habe ich geschafft? Richtig! Den Halbmarathon – damn amazing 21,1 Kilometer. Im Ziel angekommen konnte ich Schweiß nicht mehr von Tränen unterscheiden. Egal, geschafft – das Ereignis trägt einen Namen: Willenskraft. Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder alles schaffen kann! Ihr wollt fitter und gesünder Leben? Dann lebt! Ihr wollt Schauspieler werden? Dann spielt! Ihr wollt einen neuen Job? Dann sucht! Und diese Liste kann ich endlos weiterführen. Eurer Wille führt euch bis ans Ende der Welt. Nehmt euer inneres Kind an die Hand und löscht all die Feuer, fangt die Bösewichte, verarztet das weinende Kind, baut Hochhäuser – aber wartet nicht bis sich eure Träume in Luft auflösen!

*Pictures by Jerome Courtois

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.