pizza, pasta und nutella…?

…lieber fit durch die dunkle Jahreszeit! Die Tage werden kürzer, die Temperatur sinkt und mit ihr steigt unsere Antriebslosigkeit. Kuschelige DVD-Abende und gemütliche Teerunden halten Einzug. Die dunkle Jahreszeit hat ihre schönen Seiten, einziger Nachteil: nur zu gerne tauschen wir das Fitnessstudio gegen unser Sofa.

Ein kalter Tag im November.
Mit einer roten Nase, den Schal bis über beide Ohren gezogen stehe ich an der Bushaltestelle und beobachte das Treiben. Gestresste Gesichter, schreiende Kinder, lautes Hupen, eine Fahrradklingel. Der Bus fährt vor, alle versuchen sich gleichzeitig durch die enge Öffnung der Bustür zu quetschen. Ich bleibe an der Seite stehen und warte, bis die ältere Dame vor mir in den Wagen steigt. Der Busfahrer guckt stur geradeaus, nahezu unbeteiligt.
Der Bus setzt sich in Bewegung, die Massen schwanken und schimpfen. Die graue Jahreszeit hat wirklich ihre Tücken. Die Gesichter werden länger, je kürzer die Tage.
Dabei sollte doch in uns eine wohlige Wärme aufsteigen, in Vorfreude auf die herzliche Weihnachtszeit. All die duftenden Stände, die fröhliche Musik und die bunten Lichter. Im Gegenteil, die Menschen wirken gestresst, verstecken sich unter ihren Mützen und in ihren dunklen Jacken. Schon oft habe ich mich gefragt, wieso mit der gemütlichen Zeit auch der Stress ausbricht. Es ist der Ausgleich der fehlt. Nahezu jeder versucht mit Einbruch der Dunkelheit schnellstmöglich die eigenen schützenden vier Wände zu erreichen. Die Laufschuhe sind längst verstaut und sehen schon jetzt die Sommersaison herbei.

20 Uhr, die Lieblingsserie beginnt, schnell noch eine Pizza in den Ofen schieben, die Jogginghose an und rauf aufs Sofa. Ganz klar, dass sich bei dieser Einstellung die Mundwinkel senken. Spätestens dann, wenn die Hose kneift und sich der oberste Knopf der Bluse partout nicht mehr schließen lässt. Wir sind gemütliche Gewohnheitstiere, bereiten unseren Bau für den Winterschlaf vor. Doch ehe wir uns versehen ist es nicht mehr fünf vor, sondern fünf nach zwölf. Der ein oder andere mag sich in diesem Szenario wieder erkennen, doch es fehlt die Motivation etwas zu ändern. Damit uns die Werbung um Shakes, Diäten und Programme wie ich-mach-dich-krass oder ändere-dein-Leben-in-12-Wochen nichts anhaben können, gibt es einige Tricks um auch im Winter fit und aktiv zu bleiben. Das Workout ist im Winter, neben der gesunden Ernährung, ein wesentlicher Teil um unsere Abwehrkräfte auf Trab zu halten. Am besten ihr packt schon am Morgen die Sporttasche und nehmt diese mit zur Arbeit. Denn schaut ihr vor dem Sport noch mal Zuhause rein, sind die magische Anziehungskräfte der Jogginghose und des Sofas leider mächtiger und der innere Schweinehund lässt uns niederknien.
Ein Trainingspartner motiviert auch in der kalten Jahreszeit kontinuierlich am Ball zu bleiben um gemeinsame Ziele zu verfolgen. Weiterhin ist es einfacher zu zweit sein Training zu variieren, um der Langeweile beim Sport zu entgehen und in keinen Trott zu verfallen.
Es ist wichtig auch kleine Trainingserfolge zu zelebrieren und sich mit einer gesunden Leckerei zu belohnen.

Mit dem Essen verhält es sich wie mit dem Sport. Wir werden bequem und tauschen leckere Grillende mit frischen Salaten gegen Ofenpizza und Fertiglasagne. Der ein oder andere mag nicht gerne Kochen oder es fehlt der Ideenreichtum. Es ist hilfreich sich bereits beim Einkauf ein wenig inspirieren zu lassen. Gerne auch einmal unbekannten Obst- oder Gemüsesorten Aufmerksamkeit schenken. Ein freier Sonntagnachmittag, gepaart mit einer Tasse Kaffee oder Tee, eignet sich hervorragend für ein wenig Rezeptrecherche im Internet. Viele Gerichte lassen sich ohne zusätzlichen Aufwand, auch ohne die “bösen Klassiker” Weizenmehl und Zucker, zubereiten. Die Kreativität wächst rasant mit zunehmendem Wissen. Hierfür muss man lediglich einen Nachmittag investieren um den Grundstein zu legen. Es geht hierbei nicht um die Erstellung eines strengen Ernährungsplans, lediglich um den Ausgleich zu Pizza, Pasta und Nutella-Brötchen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Freude groß ist, sobald man merkt, dass die Lieblingshose im Januar noch so sitzt wie Ende September.

Wenn ihr Fragen, Anregungen oder weitere Tipps habt, schreibt mir gerne in die Kommentare.

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