Die Sache mit dem Sport

Kraftsport im Studio, Schwimmen, Laufen, Functional Training und HIIT. Seit mehr als zwei Jahren gehe ich nun regelmäßig zum Sport.

Mit dem Laufen hat damals alles begonnen.

Dann setzte ich mir Ziele, fernab von Neujahresvorsätzen. Das erste große Ziel war der Halbmarathon im Sommer 2017. Gesagt getan. Nach meinen Halbmarathon im Juni fiel ich in ein kleines Sommerloch. Aus meinem ursprünglichen Gedanken, hochmotiviert zum nächsten Etappenziel zu sprinten, wurde leider nichts. Aufgrund einer Knieentzündung empfand ich die nächsten Wochen Sport als eine Belastung. Ich übte großen Druck auf mich aus. Bis ich einsah, dass es in Ordnung ist auch mal ein paar Tage weniger Sport zu treiben.

Mir wurde klar, dass mir der Sport Spaß bringen muss.

Sicher hatte ich Spaß daran für den Halbmarathon zu trainieren und auch ihn zu laufen. Aber es gibt immer Momente im Leben, in denen man die eigenen Erwartungen an sich selbst über alles andere stellt. Man merkt nicht, dass der Ehrgeiz zu einer Art Zwang wird. Genau diesem Gefühl wirkte ich mit meiner “Zwangspause” entgegen. Ich meldete mich wieder in einem Fitnessstudio an. Hier kann ich fernab von Laufband und Ruderzug auch die Möglichkeiten eines Schwimmbades und einer großen Functional Area in Anspruch nehmen. Wenn ich eines gelernt habe dann, dass die dauerhafte Motivation durch Abwechslung und Neuem aufrecht erhalten wird.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für Sport und Bewegung. Die einen trainieren für einen Wettkampf, für die Gesundheit, die anderen um sich fit zu halten. Viele lieben den Gemeinschaftssport oder das Laufen um den Kopf frei zu bekommen. Ganz egal wieso, weshalb, warum. Es ist großartig, wenn man es schafft etwas zu finden, dass einem Spaß bringt, den Gedanken anregt auf etwas hinzuarbeiten oder sich laufend zu verbessern.

Das beste am Sport? Das Gefühl danach. Es beginnt mit dir! Denn du hast es geschafft, trotz dieser Stimmen in deinem Kopf, dich doch noch aufzuraffen. Im ewigen Kampf mit uns selbst, sind wir in der Lage mehr zu leisten, als wir noch vor einer Stunde geglaubt haben. Einzig und allein der Glaube an dich selbst steht im Zwiespalt zu dem Gedanken “Ich kann nicht mehr”. Dann reißt du dich zusammen und schaffst noch drei Wiederholungen mehr.

It´s not a big deal.

Es ist also wirklich keine große Sache, das mit dem Sport. Die Erwartungen und Eindrücke von außen suggerieren das Unmögliche. Der Vergleich, höher, weiter, schneller, besser. Ich habe irgendwann aufgehört mich mit anderen zu vergleichen und angefangen mich an meinen eigenen Leistungen zu messen. Wenn du gestern 5 Kilometer in 35 Minuten gelaufen bist, dann freue dich beim nächsten Mal über 30 Minuten. Das Gefühl nach dem Sprint der letzten 30 Sekunden ist unbezahlbar. Diese Glücksgefühle – das ist was den Sport so groß werden lässt.

 

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